Samstag, 8. Januar 2011

Massenhafter Vogeltod nun auch in Italien und Kanada

Leblose Turteltaube in einem Baum in Faenza | Copyright: World Wildlife Federation, WWF

Faenza/ Italien - Die weltweite Serie des massenhaften Sterbens von Vögeln, Fischen und anderen Tieren hält an. Am 5. Januar 2011 fielen mehr als 1.000 tote und verendende Tauben auf die Dächer, Straßen und Gärten der norditalienischen Stadt Faenza in der Provinz Ravenna. Auch im kanadischen St. Augustin de Desmaures in Quebec fielen mehr als 50 Tauben tot vom Himmel. Während Experten weiterhin einen Zusammenhang der Vorfälle verneinen, dauern Spekulationen weltweit über die möglichen Ursachen weiterhin an. Eine Weltkarte hat derweil die bizarren Vorfälle in der jüngsten Zeit zusammengetragen.

An den toten Tieren in Italien fanden die Forscher eine bläuliche Färbung der Schnabelpartei, weswegen erste Einschätzungen davon ausgehen, dass die Tiere vergiftet wurden und erstickt sind. Der vermutete Sauerstoffmangel könnte bei den Tieren zur Verwirrung während des Fluges geführt haben.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Der "Daily Telegraph" zitiert Massimo Bolognesi von der lokalen Vertretung der "World Wildlife Federation" (WWF), der erklärte, dass das mysteriöse Taubensterben seit vergangenen Sonntag andauere. "Wir haben bereits mehr als 1.000 Taubenkörper eingesammelt und die bläulichen Schnäbel deuten auf Hypoxie (Sauerstoffmangel)." Erste Ergebnisse von Laboruntersuchungen durch die lokale Forstaufsicht werden in der kommenden Woche erwartet.

Zahlreiche tote Tauben in Faenza | Copyright: World Wildlife Federation, WWF

Die meisten der toten Vögel wurden in der Umgebung des Industriegebiets und eines Tierfutterbetriebs gefunden. Ob hier eine Verbindung besteht, könne derzeit jedoch noch nicht gesagt werden. "Es sind die hohen Zahlen an toten Tieren, die das ganze so mysteriös erscheinen lassen." Auch die Tiermediziner in Italien glauben nicht an einen weltweiten Zusammenhang, sondern vielmehr an eine derzeitig zufällige Häufung ähnlicher Fälle rund um den Globus. Lediglich das derzeitige spezielle (Medien-)Interesse an entsprechenden Meldungen suggeriere eine anomale Häufung und fokussiere die Aufmerksamkeit.

Zahlreiche Beobachter, vornehmlich auch Verschwörungstheoretiker und Endzeitseher sehen das indes anders. Tatsächlich wurde zwar für zahlreiche Fälle eine natürliche Erklärung gefunden, wenn etwa Millionen von Fischen offenbar an Kältestress gestorben sind (...wir berichteten), doch für die Traumata und inneren Blutungen in einer Vielzahl der Fälle von massenhaften Vogelsterben, steht eine letztendlich befriedigende Erklärung der Einzelfälle immer noch aus...

Mit dem Online-Kartendienst "GoogleMaps" haben Interessierte und Aktivisten unterdessen eine aktuelle interaktive Weltkarte des bizarren weltweiten Tiersterbens in der jüngeren weltweit zusammengestellt:

View Mass Animal Deaths in a larger map


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Weiteres Massensterben: Zwei Millionen Fische verenden in Maryland, Hunderte Vögel in Kentucky, 50 in Stockholm und 40.000 Krabben an Englands Küste

7. Januar 2011
Tote Vögel nun auch in Schweden: Untersuchungsergebnisse liegen vor
6. Januar 2011
Bizarrer Vogel-Regen: Erste Untersuchungsergebnisse liegen vor
5. Januar 2011
83.000 tote Fische im Arkansas
5. Januar 2011
Silvester-Mysterium: Tausende Vögel fallen vom Himmel
3. Januar 2011
England: Hunderte Stare fielen vom Himmel
10. März 2010

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / telegraph.co.uk / maps.google.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE