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Montag, 5. November 2007

Erzdruide von Avebury erklärt Silbury Hill als prähistorischen Barometer

Silbury Hill, Wilsthire – England | Copyright: Frank Laumen

Avebury/ England – In einem Zeitungsinterview erläutert der Erzdruide und Hüter der Steine von Avebury Terry Dobney das Geheimnis um Erbauer, Sinn und Zweck des größten von Menschen geschaffenen, prähistorischen Erdhügels in Europa – dem sagenumwobenen Silbury Hill.

Schon seit rund 4500 Jahren prägt der Silbury Hill das Bild der Landschaft in der englischen Grafschaft Wiltshire. Doch niemand weiß bisher wirklich, zu welchem Zweck die Kegelpyramide errichtet wurde. Nachdem Archäologen erst kürzlich hunderte von Sarsensteinen in dem Hügel entdeckt haben und ihn nun für eine symbolische Grabstätte der Seelen halten (wir berichteten), erklärte der Druide nun das Mysterium von Silbury aus Sicht der vorchristlichen Naturreligion.

Laut den Erzdruiden von Avebury war Silbury Hill eine Art „Barometer“, mit dem die Menschen damals Veränderungen im Luftdruck messen konnten und somit auch Rückschlüsse auf das Verhalten des ganz in der Nähe entspringenden Flusses Kennet ziehen konnten. Die ganze Anlage war, so Dobney, eingebettet in einen Kult um eine Wasser-Göttin.

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Allerdings ist die Grundidee des modernen Duriden nicht unbedingt neu: Schon lange ist bekannt, dass das Areal rund um den Hügel, das nahezu alljährlich im Winter und Frühjahr vom Kennet überflutet wird, so angelegt, dass wenn dieses sich mit Wasser füllt, dass ganze - aus großer Höhe betrachtet – die klassische Form jener gebärfreudigen Figurinen und Darstellungen vorchristlicher symbolischer Muttergottheiten annehmen kann, wie wir sie beispielsweise anhand der „Venus von Willendorf“ kennen.

Luftbild Silbury Hill (r.) mit markiertem Flut-Aeral (m.r.), dazu eine idealisierte Dartsellung als schwangere Muttergottheit (m.l.) im Vergleich zu einer neolithischen Gottheits-Stauette

Die Theorie der Muttergottheiten wurde u.a. von Marija Gimbutas ausführlich dargelegt und tatsächlich finden sich zahlreiche Bauten mit ähnlichem symbolischen Charakter nicht nur in Südengland, sondern ganz Europa und weltweit.

Bücher zum Thema:

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dailymail.co.uk


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA:
Ein Grabhügel für Seelen – Neue Funde im Silbury Hill und eine neue Theorie
, 30. Oktober 2007
NEUE GARBUNGEN IM SILBURY HILL, 11. Mai 2007
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