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Sonntag, 11. Juli 2010

Raumsonde Rosetta liefert spektakuläre Aufnahmen von Asteroiden

Anflug der ESA-Raumsonde Rosetta an den Asteroiden Lutetia - im Hintergrund ist der Ringplanet Saturn zu sehen | Copyright: ESA 2010 MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

Darmstadt/ Deutschland - Bei ihrem Vorbeiflug hat die europäische Raumsonde Rosetta am 10. Juli 2010 beeindruckende Nahaufnahmen des Asteroiden Lutetia erstellt. Diese Bilder zeigen vermutlich eines der primitivsten Überbleibsel aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems.

Das Vorbeiflugmanöver war laut ESA ein großer Erfolg. Rosettas Flugbetrieb im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt verlief dabei absolut fehlerfrei. Der "Closest Approach", also die größte Annäherung, fand um 18:10 MESZ bei einer Distanz von 3162 km statt.

Nahaufnahme des mit Kratern übersäten Asteroiden | Copyright: ESA 2010 MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

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Die Rosetta-Aufnahmen zeigen, dass Lutetia in seinen ca. 4,5 Milliarden Jahren Alter viele Einschläge erleiden musste und als Ergebnis davon mit Kratern übersät ist. Als die Rosetta-Sonde zum optimalen Beobachtungsmodus drehte, kam eine gigantische, schüsselförmige Tiefebene zum Vorschein, die sich über einen großen Teil des Asteroiden ausdehnt. Die Bilder bestätigen, dass Lutetia ein länglicher Körper von ca. 130 Kilometern am längsten Punkt ist.

Detailaufnahme einer schüsselförmigen Tiefebene auf Lutetia | Copyright: ESA 2010 MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

Aufgenommen wurden die Bilder von dem leistungsstarken OSIRIS-Instrument, das eine Weitwinkel- und eine Kurzwinkelkamera umfasst. Am nächsten Punkt können Details bis 60 Metern Größe auf der gesamten Oberfläche des Himmelskörpers gesehen werden. OSIRIS wird vom "Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung" in Katlenburg-Lindau betrieben.

2014 soll Rosetta in eine Umlaufbahn um den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko einschwenken und diesen erforschen. Hierbei soll auch erstmals eine Landeeinheit auf einem Kometen abgesetzt werden. Nach geglückter Landung, bei der sich der Lander mit dem Namen "Philae" in der Oberfläche des Kometen einschrauben wird, soll er dann die Beschaffenheit des Himmelsköpers erkunden und dabei auch nach organische Verbindungen wie Aminosäure und Wassereis suchen. Einige Forscher vermuten, dass Kometen auf diese Weise nicht nur das Wasser sondern auch die Bausteine des Lebens zur Erde gebracht haben könnten - die Grundlagen des heutigen irdischen Lebens also genauso genommen außerirdischer Herkunft sind.

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