Samstag, 11. Oktober 2008

Roswell-Radioreporter Frank Joyce verstorben

Frank Joyce | Copyright: unbek.

Albuquerque/ USA - Mit 20 Jahren war Francis (Frank) Walden Joyce Reporter beim lokalen Radiosender KGFL, als Anfang Juli im Jahr 1947 Geschichten um den Absturz eines angeblichen UFOs nahe Roswell das Wüstenstädtchen im US-Bundesstaat New Mexico weltberühmt machten. Er war der erste Journalist vor Ort und gilt als einer der stillen Kronzeugen der damaligen Ereignisse. Jetzt ist er im Alter von 85 in seinem Wohnort Albuquerque verstorben.

Laut Aussagen seines ältesten Sohnes Ron Joyce, habe sein Vater in seinen letzten Jahren immer wieder mit ihm über die damaligen Ereignisse gesprochen. Was genau er ihm dabei erzählt hatte, wollte Ron auch nach aktuellen Anfragen nicht preisgeben: "Alles, was ich dazu zu sagen habe ist, dass er der erste Reporter vor Ort war", zitiert ihn "TheUfoChronicles.com". Zeitlebens, so Ron Joyce, habe sein Vater sehr gemischte Gefühle gegenüber der Roswell-Story gehegt, sich aber nie dafür interessiert ob die Leute daran glauben oder nicht.

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Hintergrund:
Das "Albuquerque Journal" zitiert Joyces Erinnerungen im Alter von 74 Jahren an die damaligen Ereignisse wie folgt:

"Das Telefon klingelte und (...) am anderen Ende war Farmer Brazel, der mich zuvor über die Sichtung eines gewissen Kenneth Arnold berichten gehört hatte, der (am 24. Juni 1947) fliegende Untertassen (über dem Mount Rainier in Washington) gesehen hatte. Ich war gerade beim Plattenauflegen und (Brazel) erzählte mir diese Geschichte darüber, was auf seiner Ranch vorgefallen sei. Was er mir da detailliert erzählte, klang wie eine sensationelle Story, die ich nicht glauben konnte." (Anm. d. Redaktion: Den genauen Inhalt von Brazels Schilderungen hat Joyce nie öffentlich beschrieben.)

"Er (Brazel) fragte mich, was er mit diesem Zeug machen sollte und ich erinnere mich, dass ich ihm empfohlen habe, die Sache dem Sheriff zu melden. (...) Dann habe ich ihm gesagt, er solle sich an die Roswell Army Air Force Base wenden, da die - als Piloten - sich mit allem auskennen würden, was fliegt."

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Joyce erinnert sich zudem, dass er noch am gleichen Nachmittag einen Anruf von Walter Haut, dem Presse- und Öffentlichkeitsreferenten des Stützpunktes (...wir berichteten 1, 2) bekam und dieser ankündigte, noch am gleichen Tag eine Presseerklärung der Air Force vorbeibringen zu wollen.

"Als er (ins Studio) kam, sagte er nur kurz: 'Hier hast du deine Geschichte', gab mir die Erklärung und war auch schon fast wieder verschwunden, als ich die Titelzeile gelesen hatte. Da stand 'U.S. Army Air Corps has a Flying Saucer' (Die Luftstreitkräfte der US-Armee habe eine fliegende Untertasse). Ich fragte ihn, ob er sicher sei, dass diese Meldung verbreitet werden solle - doch er meinte nur, dass alles so schon in Ordnung sei."

"Ich rannte zum Telegrafenbüro der 'Western Union' und schickte die Geschichte gleich zum Büro der "United Press International" in Santa Fe (für das Joyce ebenfalls arbeitete). Zurück im Studio kam auch gleich ein Anruf aus Santa Fe, in dem man wissen wollte, was von dieser Meldung zu halten sei. Kurze Zeit später brachten wir die Meldung auch schon in der Sendung und ich dachte mir, jetzt geht es los."


Joyce erinnert sich, dass Haut seine Pressemeldung noch vor dem 4. Juli vorbeigebracht habe und das nur wenige Tage später das angebliche aufklärende Statement folgte, in dem das ursprünglich abgestürzte UFO zu den fehlinterpretierten Resten eines Wetterballons erklärt wurde. Tatsächlich folgte die Erklärung der Air Force jedoch nur wenige Stunden nach der ersten Pressemitteilung vom 8. Juli.

Unabhängig von diesen Diskrepanzen, will sich Joyce jedoch recht genau an en weiteres Ereignis an diesem Tag erinnern, denn nach seiner Meldung über die fliegende Untertasse, habe ihn Brazel erneut angerufen: "Er sagte, dass er mich gerne sprechen würde und dass ich da wohl etwas falsch verstanden habe. (...) Später kam er dann ins Studio und erzählte, dass das, was er auf seiner Farm gefunden habe, ein Wetterballon gewesen sei. (...) Ich habe ihn dann erstaunt gefragt, was denn dann mit den 'kleinen grünen Männchen' (einer schon damals damals gebräuchlichen Umschreibung für Außerirdische) sei, von denen er zuvor gesprochen hatte. Seine Antwort nach einer kurzen Pause war nun: 'Sie waren ganz sicher nicht grün." (...)


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / theufochronicles.com / abqjournal.com
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