Montag, 4. Mai 2009

Roswell-Absturz: UFO-Archäologen wurden fündig

Die legendäre Titelseite des „Roswell Daily Record“ vom 9. Juli 1947 zum Roswell-Absturz: Roswell Army Air Field findet Fliegende Untertasse auf Ranch in der Roswell Region | Copyright: Public Domain

Roswell/ USA - Auf einer Pressekonferenz im Roswell Civic and Convention Center haben am vergangenen Dienstag der UFO-Forscher Chuck Zukowski und der Archäologe Dr. Bill Dolan die Ergebnisse einer 2002 vom Sci-Fi-Channel finanzierten Grabung auf der Foster-Ranch, also an einem der vermeintlichen Absturzstellen des Roswell-Vorfalls von 1947 vorgestellt.

"Zum jetzigen Zeitpunkt, wissen wir noch nicht, worum es sich genau handelt und weshalb die Fundstücke dort waren, wo wir es gefunden haben und wir wollen auch nicht spekulieren", so Zukowski auf der Pressekonferenz. "Wir wollen lediglich kundtun, dass wir etwas gefunden haben und das die Objekte noch eingehend untersucht werden müssen", fügte Dolan hinzu.

Zum einen handele es sich um ein kleines, sehr leichtes und silbrig-metallartiges Fragment, dass in einem Wasserloch an der Absturzstelle aus unzähligen Eimern von Boden gesiebt werden konnte. Unmittelbar, nachdem es dem Sonnenlicht ausgesetzt war, habe es sich - so die Roswell-Gräber - zusammengerollt, was die UFO-Forscher zu der Vermutung verleitet, dass das material Licht- bzw. Hitzeempfindlich sein könnte. Doleman hingegen zeigt sich vorsichtiger: Das Verhalten könne auch durch Trocknen des Materials zustande gekommen ein, nachdem es schließlich zuvor, vermutlich lange Zeit, im Wasser bzw. feuchten Boden vergraben gewesen war.

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Gemeinsam mit weiteren eher alltäglichen Fundstücken wie Plastik- und Gummistücken, wurde auch diese Materialprobe am Archäologischen Institut der University of New Mexico aufbewahrt, da jahrelang nicht klar war, wer tatsächlich für die Untersuchung und Handhabung der Fundstücken zuständig war.

Eine von einer privaten Firma durchgeführte Analyse des silbrigen Fragments, unter anderem unter dem Elektronenmikroskop, habe gezeigt, dass es sich hauptsächlich um Aluminiumsilikat mit kleineren Beimengungen anderer Elemente handele, bei welchen es sich jedoch auch um Verunreinigungen des Objektes selbst, durch die lange Lagerung um Erdboden gehandelt haben könnte.

Streifengrabung nahe Roswell im Sommer 2002 | Copyright: ufonut.com

Laut Doleman, so berichtet die Lokalzeitung "Roswell Record", komme Aluminiumsilikat zwar in der Natur vor, bei der Erdschicht an der Grabungsstätte handele es sich jedoch um Kalksteinboden, der hauptsächlich aus Kalk bestehe. In der ganzen Gegend habe man nichts ausfindig machen können, dass die gefundene Verbindung natürlich erklären könne.

Ebenfalls von Interesse waren laut Doleman, Steine, wie sie zwar für die Region nicht ungewöhnlich - jedoch für den Grabungsort und das Kalksteinplateau selbst eher untypisch seien: "Sie sehen zudem ganz so aus, als seien sie starker Hitze ausgesetzt gewesen, und wer weiß schon, welche Art von Brandspuren ein UFO hinterlässt, dass auf die Erde aufschlägt und hier abprallt?"

Die für Doleman jedoch interessantes Fundstücke stellen kleine orangefarbene Klumpen eines bislang noch nicht genauer zugeordneten Materials dar. Eine Analyse der Assaigai Analytical Laboratories Inc. in Albuquerque habe indes gezeigt, dass sie aus Modacrylfasern, einem hitzebeständigen Mischpolymer, bestehen. Sollte nachgewiesen werden können, dass dieses Material tatsächlich von 1947 stammt, wäre dies schon eine kleine Sensation, da, so Doleman weiter, die ersten Modacrylfasern erst 1949 hergestellt wurden.

Für Zukowski weisen die orangenen Klumpen einen möglichen direkten Bezug zu einer der damaligen Zeugenaussagen von der Absturzstelle auf, als Nancy Easly Johnson, die Tochter des Air Force Majors Edwin Easly, der angeblich die Absturzstelle besucht hatte, später von ihrem Vater von orangefarbenen Trümmern erzählt bekommen haben will.

Für weitere eingehende und abschließende Analysen fehlt den Roswell-Forschern derzeit das Geld, weswegen sie auch mittels der durch die Pressekonferenz erzeugten Aufmerksamkeit auf potentielle Geldgeber hoffen, um weitere Analysen zu ermöglichen. Zugleich baten die Forscher auch professionelle Laboratorien um freiwillige Unterstützung bei der Identifizierung der potentiell außerirdischen Artefakte auf, so zumindest die Hoffnung der Roswell-Archäologen bezüglich des Ursprungs der Fundstücke.

Bilder und weitere Informationen von den Ausgrabungen finden Sie HIER

Ein Grabungs-Tagebuch der Crew des Sci-Fic-Channel finden Sie HIER

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