Die historische Militär-Anordnung zu Kooperation mit den Astronomen | Copyright: Public DomainWashington/ USA - Die besonders erdnahe Opposition des Planeten Mars zu unserem Planeten am 22. August 1924 wollten visionäre Astronomen auch dazu nutzen, um nach Radiobotschaften potentieller Marsbewohner zu lauschen. Hierfür erhielten die Wissenschaftler sogar die Unterstützung des US-Militärs, aber nicht jene des Massenmediums Radio.
Mit einem Abstand von nur 55.777.566 Kilometern passierte damals der Rote Planet die Erde. Ähnlich dichte Annäherungen ereignen sich alle 79 Jahre, also zuvor 1766, 1845, und seither im Jahre 2003.
Die Vision der Astronomen war es, in den drei Nächten rund um das Datum nach möglichen Radiosignalen oder gar einem direkten Kontaktversuch der Marsbewohner zu lauschen. Hierzu bekamen die Wissenschaftler auch die Unterstützung des US-Militärs als US-amerikanische Marine und Armeestationen den Himmel nach intelligenten außerirdischen Signalen absuchten.
Die dazugehörige Anordnung vom Chef der US-Marineoperationen, Edward W. Eberle liegt nun als historisches Telegramm des "Washington-Alaska Military Cable and Telegraph Systems" vom 22. August 1924 im Original vor.
Darin erläuterte der US-Admiral die Hoffnungen der Astronomen zum Zeitpunkt der Mars auf Kommunikation mit den Marsianern. Die Stationen sollten auf jegliche elektronische Phänomene von Mitternacht des 21. August bis Mitternacht des 24. August 1924 im Breitbandwellenbreich achten, so die Anordnung.
Obwohl das US-Militär offen für die Suche nach Alien-Siganlen war, gelang es den Astronomen um Professor David Todd damals nicht, auch die privaten Radiosender dazu zu bewegen, für den besagten Zeitraum ihre Übertragungen einzustellen.
Dem frühen Vorgänger von SETI (Search for Extraterestrial Intelligence), dem Programm von US-Astronomen, die seit 1960 im All nach intelligenten Radiosignalen von Außerirdischen suchen, war jedoch kein Erfolg beschieden und die Hoffnung auf Kommunikation mit intelligenten Marsbewohnern, wie sie damals noch von vielen Wissenschaftlern zumindest für möglich gehalten wurden, wurde nicht erfüllt. Die nächste Gelegenheit für eine Wiederholung des historischen Lauschangriffs auf dem Mars bietet sich erst wieder im Jahr 2082.
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