Montag, 22. März 2010

Stammen das Bluttuch von Oviedo und Turiner Grabtuch von demselben Körper?

Der ehem. Erzbischof von Oveido, Msgr. Carlos Osoro, segnet die Gläubigen mit dem Tuch | Copyright: Yuliya Tkachova/Michael Hesemann

Düsseldorf/ Deutschland - Im spanischen Oviedo wird seit dem 8. Jahrhundert ein blutbeflecktes Leinentuch verehrt, das der Überlieferung nach einst Jesus am Kreuz um das Haupt gelegt worden war. Fast wäre es in Vergessenheit geraten - bis Wissenschaftler es genauer unter die Lupe nahmen.

Mit kriminalistischen Scharfsinn hat sich auch Michael Hesemann auf die Spur des Bluttuchs begeben und seine Forschungsergebnisse in einem gerade erschienenen Buch "Das Bluttuch Christi: Wissenschaftler auf den Spuren der Auferstehung" zusammengefasst.

Seine Recherchen fördern nicht nur überraschende Erkenntnisse über den Mann zutage, dessen Angesicht es zeigt, sondern lassen auch erstaunliche Rückschlüsse auf die Entstehung des Grabtuchs von Turin zu, auf dem auf mysteriöse Weise ein fotografieartiger Abdruck des Körpers eines Gekreuzigten zu erkennen ist und das als Leichentuch Christi zu den meist verehrten christlichen Reliquien zählt.

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Anhand von schriftlichen Zeugnissen aus der Antike und aus dem Mittelalter zeichnet Hesemann nach, auf welchen Wegen die beiden heiligen Tücher aus Jerusalem nach Spanien und Frankreich gekommen sein müssen. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen erhärten zudem frühere Forschungsergebnisse: Auf beiden Tüchern findet sich dasselbe Blut und identische Pollenarten, die zum Teil nur im Vorderen Orient vorkommen.

Diese Nachweise, so Hesemann, lassen die umstrittene Datierung des Turiner Grabtuchs ins 14. Jahrhundert als höchst fragwürdig erscheinen. Ebenfalls könne anhand neuester forensischer Untersuchungen am uralten Blut auf beiden Tüchern, modernster Computertechnik und Experimenten mit nachgestellten Kreuzigungen die Geißelung, Kreuzigung und Grablegung des "Mannes am Kreuz" bis ins Detail nachvollzogen werden.

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Hesemanns profunde Kenntnisse der Kreuzigungs- und Bestattungsriten im Judäa der römischen Besatzungszeit schließen die restlichen Lücken in der Indizienkette, an deren Ende die zwingende Annahme steht nach der es sich bei dem Leichnam nur um Jesus Christus gehandelt haben kann. Auf der Grundlage der beiden heiligen Tücher konnte ein spanischer Wissenschaftler sogar eine lebensechte Porträtbüste herstellen, wie sie in dem Buch gezeigt wird - hat so Gottes Sohn ausgesehen?

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / herbig.net
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