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Dienstag, 11. März 2008

Erdähnliche Planeten um Alpha Centauri?

Alpha Centauri A und B | Copyright: Schmidt Telescope, ESO

Santa Cruz/ USA - Aufgrund von neuen Computersimulationen zur Planetenentstehung glauben Astronomen der University of California, dass es schon im dem der Erde nächstgelegenen Sternsystem Alpha Centauri erdähnliche und somit möglicherweise bewohnte Planeten geben könnte.

Das Team um Gregory Laughlin und Javiera Guedes glaubt, dass es auch in der so genannten habitalblen Zone (jenem Gebiet um ein Zentralgestirn also, in dem sich ein Planet befinden muss, um Wasser dauerhaft in flüssiger Form auf der Oberfläche zu halten und so die Voraussetzungen für Leben - wie wir es kennen - zu bereits zu stellen) um Alpha Centauri B erdähnliche Planeten existieren könnten. Die Studie der Astronomen soll in Kürze im "Astrophysical Journal" veröffentlicht werden.

Es gebe, so die Wissenschaftler, zahlreiche Faktoren, die gerade den Stern Alpha Centauri B zum idealen Muttergestirn eines Planetensystems mit erdähnlichen Planeten machen. Besonders die Metallhäufigkeit des Sterns sei höher als der unserer Sonne, wodurch genügend schwere Materie vorhanden sei, um entsprechende Planeten gebildet zu haben. Da es sich bei Alpha Centauri mit seinen Sternen Alpha Centauri A, B und Proxima Centauri um ein Dreifach-Sternsystem handelt, würde die Ausbildung von Gasriesen unterdrückt und Felsplaneten wie Erde, Mars und Venus wären sehr viel wahrscheinlicher.

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Da das von der Erde "nur" 4,34 Lichtjahre entfernte Sternensystem Alpha Centauri sehr hell am südlichen Nachthimmel im Sternbild Centaurus zu erkennen ist, sollten etwaige Planeten mit der Radialgeschwindigkeits-Methode, die nach leichten Wackelverzerrungen im Lichtspektrum eines Zentralgestirns sucht, die von der Gravitation seiner Planeten verursacht werden, schon mittelfristig zu finden sein.

Laughlin glaubt, dass die vorhergesagten Planeten bei intensiver Suche schon innerhalb von nur fünf Jahren entdeckt werden könnten. Einmal bestätigt, könnten zukünftige Sonden wie etwa das geplante "Terrestrial Planet Finder"-Teleskop der NASA diese System gezielt nach Spuren von Wasser und Leben untersuchen.

Schon jetzt sucht die an der Studie beteiligte Debra Fischer von der San Francisco State University mit dem 1.5-Meter Teleskop des Cerro Tololo Inter-American Observatory in Chile nach Planeten um Alpha Centauri B und hofft schon bald erste Erfolge vermelden zu können.

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Quellen: ucsc.edu / grenzwissenschaft-aktuell.de / space.com

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