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Freitag, 11. April 2008

Kleinster Exo-Felsplanet nachgewiesen

Das Planetensystem GJ 436 im Sternbild Löwe | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

>>> RICHTIGSTELLUNG: In der folgenden Meldungen hatten wir ursprünglich geschrieben, dass der neu entdeckte Planet "nur halb so groß wie die Erde ist". Dies ist nicht korrekt. RICHTIG IST, dass der Radius GJ 436c trotz seiner fünffachen Masse nur eineinhalb Mal so groß ist, wie der der Erde. Wir bitten, dieses Mißssverständnis zu entschuldigen. <<<

Barcelona/ Spanien - Astronomen des "Spanish Research Council" (CSIC) und vom "University College London" (UCL) haben im Sternbild Löwe und 30 Lichtjahre von der Erde entfernt indirekt den bislang kleinsten bekannten felsigen Exoplaneten entdeckt. Forscher weltweit sehen darin einen großen Schritt zur Entdeckung erdähnlicher Planeten.

Entdeckt wurde der Kleinplanet mit einem neuen Verfahren zur Entdeckung von Exoplaneten, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Dabei suchen die Astronomen nach einem so genannten Störeinfluss der noch unbekannten Planeten auf Bahnen bereits bekannter größerer Exoplaneten, die einen Stern umkreisen.

Im System des Zentralgestirns GJ 436 sind die Astronomen auf diese Weise mit GJ 436c jetzt fündig geworden und haben zugleich gezeigt, wie sensibel das angewandte Verfahren ist. Anhand von auf die dokumentierten Werte abgestimmter Computersimulationen konnte das Team um Ignasi Ribas von der Universität Barcelona und Jean-Philippe Beaulieu vom UCL den Radius von GJ 436 berechnen, der etwa eineinhalb Mal so groß ist, wie der der Erde.

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Im "Astrophysical Journal" heben die Wissenschaftler allerdings auch die gravierenden Unterschiede zu Erde hervor. So benötigt der kleine Planet lediglich 5,2 (statt wie die Erde 365) Tage, um sein Zentralgestirn zu umrunden, hingegen jedoch 4,2 Tage, um sich selbst um seine eigene Achse zu drehen. Somit dauert ein Tag auf GJ 436 ganze vier planetare Jahre und diese wiederum rund 22 Erdentage.

Für eine direkte, optische Beobachtung des Planeten gibt es bislang noch keine geeigneten Teleskope auf der Erde, da er von sehr viel lichthelleren Objekten überstrahlt wird. Aus diesem Grund kann GJ 436 auch bislang nicht auf eine mögliche Atmosphäre oder gar auf Spuren des Lebens hin untersucht werden, da hierzu das Lichtspektrum analysiert werden muss.

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Auf ähnliche Weise wie jetzt GJ 436 wurde 1846 auch der Gasplanet Neptun in unserem Sonnensystem entdeckt. Auch hier entdeckten die Astronomen, dass die Uranusbahn um die Sonne gestört wurde. Riba selbst erhofft sich mit seiner Methode schon innerhalb von zwei Jahren die Entdeckung einer zweiten Erde vermelden zu können.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ucl.ac.uk / journals.uchicago.edu / csic.es


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