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Donnerstag, 10. April 2008

Neues Instrument für Suche nach der zweiten Erde

Zahlreiche erdähnliche Exoplaneten (Illu.) | Copyright: NASA/JPL-Caltech

Cambridge/ USA - Mittels eines neuen Laser-Verfahren wollen Astronomen des "Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics" die Suche nach erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems effektivieren.

Bislang wurden die meisten der über 285 bekannten so genannten Exoplaneten mittels der Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Diese bedient sich der Tatsache, dass sich sowohl das Zentralgestirn als auch sein(e) Planet(en) unter dem Einfluss der Gravitation um einen gemeinsamen Schwerpunkt drehen. Der Stern bewegt sich wegen seiner größeren Masse um wesentlich kleinere Wege als der Planet. Falls man von der Erde aus nicht genau senkrecht auf diese Bahn schaut, hat diese periodische Bewegung des Sterns eine Komponente in Sichtrichtung (Radialgeschwindigkeit), die durch Beobachtung der abwechselnden Blauverschiebung und Rotverschiebung (Doppler-Effekt) in sehr genauen Spektren des Licht des Sterns - durch ein mehr oder weniger starkes Wackeln - nachgewiesen werden kann. Da die Bahnneigung jedoch unbekannt ist, kann man hier bei bekannter Sternmasse allerdings nicht auf die Planetenmasse selbst, sondern nur eine Untergrenze schließen.

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Somit handelt es sich bei den entdeckten Planeten bislang meist um Jupiter-ähnliche Planeten in relativ dichter Nähe zu ihrem Stern (sog. Hot Jupiters). Kleinere Felsplaneten wie die Erde konnten mit dieser Methode bislang noch nicht entdeckt werden.

Planetenforscher Chih-Hao Li will mit der neuen Methode die Genauigkeit des Verfahrens um das Hundertfache steigern. "Mit dieser Methode werden wir in der Lage sein, erdähnliche Planeten zu entdecken - sowohl von der Größe als auch vom Orbit her", so die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature".

Mit dem so genannten "Astro-Comp" werden ultrakurze Laserimpulse erzeugt, die nun als exakte Referenz für die Messung des fernen Sternenlichts verwendet werden und eine sehr viel genauere Messung ermöglichen.

Schon im kommenden Sommer soll ein erster Prototyp des Astro-Comp am "Mount Hopkins Observatory" in Arizona erprobt werden. 2010 soll die ausgereifte Version dann im Rahmen der "New Earths Facility" auf den kanarischen Inseln zum Einsatz kommen. Schon jetzt sprechen die Forscher von einer "neuen Ära in der Planetensuche".

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cfa-www.harvard.edu / nature.com

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