Dienstag, 25. Oktober 2011

Neue Langzeitstudie findet keine Verbindung zwischen Mobiltelefonie und Krebstumoren

Krebsrisiko durch Mobilfunk? | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Kopenhagen/ Dänemark - Entgegen den Ergebnissen früherer Studien hat eine neue dänische Langzeitstudie keine Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko finden können, die von sich selbst behauptet, die bislang umfangreichste Studie auf diesem Gebiet zu sein. Eine grundsätzliche Entwarnung wollen jedoch auch die Autoren dieser Untersuchung nicht geben und verweisen auf mögliche Risiken für Langzeit-Vieltelefonierern.

Wie die Pressemitteilung des "British Medical Journal", in dem die Studie aktuell veröffentlicht wurde, mitteilte, konnten die Wissenschaftler um Patrizia Frei vom dänischen "Institute of Cancer Epidemiology" keine Verbindung zwischen der jahrelangen Nutzung von Mobiltelefonen und Tumoren im Hirn oder im zentralen Nervensystem finden.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Für die Studie wurde die ganze dänische Bevölkerung im Alter von 30 Jahren und darüber untersucht und in zwei Gruppen von zum einen seit 1995 Mobiltelefonnutzern und um anderen Nichtnutzern eingeteilt und so die Daten der dänischen Mobilfunkbetreiber mit jenen des dänischen Krebsregisters verglichen. Demnach kam es zwischen 1990 und 2007 zu 10,729 Tumorerkrankungen des zentralen Nervensystems.

Angewandt auf Personen der Nutzergruppe von Mobiltelefonen, die ihre Geräte mehr als 13 Jahre benutzt hatten, zeigte sich, dass die Krebsrate dieser Gruppe sich von jener innerhalb der Nichtnutzergruppe kaum unterscheidet. Laut den Forschern gibt es demnach keinen Hinweis ein durchschnittlich erhöhtes Krebsrisiko durch den Gebrauch von Mobiltelefonen.

Allerdings belegen die Daten auch, einen "kleinen bis moderaten Anstieg des Krebsrisikos in der Untergruppe der starken Langzeittelefonierer, die diese Angewohnheit schon seit 10 bis 15 Jahren pflegen. Weitere Untersuchungen an größeren Bevölkerungsgruppen seien nun notwendig.

Damit widerspricht die dänische Studie den Ergebnissen früherer Untersuchungen und nicht zuletzt auch einer erst im vergangenen Juni ausgesprochenen Warnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die die elektromagnetischen Felder durch Mobilfunk erstmals als "möglicherweise krebserregend" klassifizierte (...wir berichteten, s. Links).

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Elektrosmog erhöht Asthmarisiko für Neugeborene
3. August 2011
WHO klassifiziert elektromagnetische Felder durch Mobilfunk erstmals als "möglicherweise krebserregend"

1. Juni 2011
Forscher befürchten Bewusstseinsveränderung durch neue Technologien
17. September 2010
Studie belegt Einfluss elektrischer Felder auf Hirnaktivität
27. August 2010
Hirnschäden verändern Spiritualität
12. Februar 2010
Expertise: Antennen von Radio Vatikan erhöhen Krebsrisiko
16. Juli 2010
Internationale Studie zu Krebsrisiko durch Mobilfunk liefert kontroverses Ergebnis
19. Mai 2010
Neue Studie bestätigt athermische Wirkung von Mobilfunkstrahlung
25. Juli 2009
Kritik an Mobilfunk-Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz
20. Juni 2008
Bundesamt für Strahlenschutz: Keine Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk – ABER...
19. Juni 2008

Wiener Studien zu Gefahren durch Mobilfunk wurden gefälscht

27. Mai 2008

Neue Expertenstudie: "Mobiltelefone gefährlicher als Rauchen oder Asbest"
31. März 2008

Mobiltelefone stören den Schlaf
21. Januar 2008

Neue Langzeitstudie: Mobiltelefonie erhöht doch das Krebsrisiko

9. Oktober 2007


Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bma.org.uk
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE