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Donnerstag, 27. Mai 2010

Vize-Premier Clegg macht Rückzieher in Frage um Auslieferung von UFO-Hacker Gary McKinnon

Nick Clegg | Copyright: David Spencer/CC2.0

London/ England - In seinen Zeiten als Oppositionspolitiker war der neue Vize-Premierminister Großbritanniens Nick Clegg ein vehementer Gegner der von den USA geforderten Auslieferung des geständigen Computerhackers Gary McKinnon und zugleich Kritiker der damaligen Regierung, wenn diese Behauptete, dass selbst dem Innen- und Premierminister in dieser Frage politisch die Hände gebunden seien. In einem aktuellen Radiointerview hat Clegg nun jedoch seine Position zurückgenommen und stellt neuen Hoffnungen für die Verteidigung McKinnons in Zweifel.

Nachdem erst vor wenigen Tagen die neue Innenministerin Theresa May eine erneute Prüfung der Umstände und ein Aussetzen des Auslieferungsverfahrens in Aussicht gestellt hatte (...wir berichteten), kommt der aktuelle Rückzieher des Vize-Premierminister für die meisten Beteiligten gänzlich unerwartet.

Noch als Oppositionspolitiker hatte Clegg immer wieder die Position der britischen Regierung kritisiert, hatte sich mehrmals für McKinnon eingesetzt und die Auslieferungsbestrebungen seiner politischen Vorgänger, vornehmlich des einstigen Innenministers Alan Johnson (...wir berichteten 1, 2, 3) als Verletzung der Menschenrechte bezeichnet.

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"Es ist einfach nicht genug, wenn Alan Johnson lediglich mit seinen Schultern zuckt und behauptet, dass er nichts (gegen die Auslieferung McKinnons) tun könne", so Clegg noch vor einem Jahr gegenüber der englischen Tageszeitung "Daily Mail". Damals behauptete der Politiker, dass es durchaus innerhalb der politischen Macht des Innenministers liege, die Auslieferung aufzuheben und McKinnon vor einem britischen Gericht anzuklagen.

Im einem Interview mit dem britischen Radiosender "BBC Radio 5" am 25. Mai 2010 (5 live Breakfast) scheint Clegg seine einstige Position zumindest teilweise zu revidieren und erklärte nun: "Es liegt nicht in meiner, noch in der Macht des Innenministers und auch nicht in jener des Premierministers, bestimmte juristische Fragen in dieser Angelegenheit vollständige umzukehren oder gar aufzuheben." Es handele sich schließlich um eine sehr komplexe juristische Situation. Allerdings habe sich seine persönliche Meinung in der Sache in keinster Weise verändert. Er stehe weiterhin zu der Position, dass McKinnon in England angeklagt werden solle.

Was dies nun für den weiteren Verlauf des Auslieferungstauziehens zwischen den USA, Großbritannien und den Verteidigern McKinnon bedeutet, wird sich erst in zeigen müssen. Beobachter befürchten, dass auch die neue Regierung unter dem Druck der USA einknicken du McKinnon ausliefern wird.

Auf der Suche nach geheimen Dokumenten und Beweisen für UFOs und Außerirdische, ist der Brite in rund 90 militärische, Regierungs- und NASA-Computer eingedrungen und habe diese dabei - so die Anklage - beschädigt. Das geheimste von McKinnon gehackte System, war die "Naval Air Weapons Station China Lake", eine Anlage die Waffensysteme für das US-Militär entwickelt.

In den von McKinnon gehackten Systemen, will er Informationen und Beweise für außerirdische Technologie, eine Liste "mit Namen außerirdischer Offiziere und Schiffe und Güterverkehr, sowie ein Bild eines, wie er sagt "UFOs mit perfekter, glatter Oberfläche" gefunden haben.

Auf Rechnern der NASA gebe es zudem Beweise, dass aus deren Aufnahmen UFOs absichtlich herausretuschiert wurden und werden, wie er in einem interview mit der BBC bestätigt. Allerdings gehen McKinnons Aussagen kaum über bereits bekannte Inhalte anderer Verschwörungstheorien hinaus.

Laut McKinnon seien die Systeme jedoch nicht sonderlich gesichert gewesen. Teilweise seien die angeblich so sensiblen Rechner lediglich mit abgelaufenen Passwörtern geschützt oder gänzlich ohne Passwortschutz abgesichert gewesen. Es habe sich also nicht einmal um wirkliches Computer-Hacking gehandelt.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk
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