https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Posts mit dem Label Aktuelles Weltgeschehen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Aktuelles Weltgeschehen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 1. Oktober 2013

US-Shutdown legt auch Internetseite der NASA lahm


Screenshot der Stilllegungs-Info der US-Regierung.
| Copyright: usa.gov


Washington (USA) - Nachdem die Haushaltssperre der USA, der sogenannte Government Shutdown, mit dem heutigen Beginn des neuen Haushaltsjahres der USA in Kraft getreten ist, ist auch die Hauptseite des Internetauftritts der US-Raumfahrtbehörde NASA bis auf weiteres nicht mehr online.

UPDATE 01.10.2013, 21:00Uhr s. unten


Ruft man die übliche URL "www.nasa.gov" auf, so erscheint seit heute folgende Nachricht "Aufgrund des Auslaufens der Finanzierung durch die US-Bundesregierung ist diese Internetseite nicht mehr verfügbar. Wir bedauern diese Unannehmlichkeit." (Due to the lapse in federal government funding, this website is not available. We sincerely regret this inconvenience. For information about available government services, visit USA.gov.)


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Wann das Internetangebot der NASA wieder offiziell zur Verfügung stehen wird, hängt wohl auch mit der Entwicklung im aktuellen Haushaltsstreit zwischen US-Senat und Kongress ab. Dieser sollte spätestens binnen vier Wochen beigelegt werden, wenn die USA der Erklärung des Staatsbankrotts mit unabsehbaren Folgen - nicht nur für die USA - entgehen will.


Während die derzeitige Sperre die Hauptseite der NASA betrifft, hat sich der Shutdown bislang noch nicht auf die Unterseiten von "nasa.gov", die sogenannten Subdomains, ausgewirkt. Somit ist beispielsweise das Online-Angebot des Jet Propulsion Laboratory (JPL, jpl.nasa.gov) und ähnliche NASA-Forschungseinrichtungen weiterhin erreichbar.


UPDATE: Mittlerweile wurde auch die JPL-Seite stillgelegt, bzw. wird bis auf Weiteres nicht mehr aktualisiert. Die bisherige Seite ist jedoch weiterhin abrufbar, allerdings können auch die JPL-Mitarbeiter nicht mehr über die Seite kontaktiert werden...


grenzwissenschaft-aktuell.de

Mittwoch, 25. Januar 2012

Erforschung von Exoplaneten: Von der Erde lernen

75 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser in flüssiger oder gefrorener Form bedeckt. | Copyright: NASA

La Laguna/ Spanien - Mit Computermodellen der Wolkenbedeckung der Erde in verschiedenen vergangenen Epochen wollen spanische Astronomen nicht nur herausfinden, wie die Erde für einen Betrachter aus der Ferne etwa zur Zeit der Dinosaurier ausgesehen hatte, sondern auch mehr darüber erfahren, wie außerirdische Welten aussehen könnten, um so auf deren Oberflächenbeschaffenheit schließen zu können.

Statt sich jedoch auf Klimamodelle zu berufen, haben Esther Sanroma und Enric Palle vom Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) das Verhältnis zwischen der Wolkendecke und der Landform der Erde berechnet, um herauszufinden, wie viele Wolken sich über bestimmten Regionen der Erde zusammenfinden.

"Betrachtet man die Erde (aus dem All), so fällt direkt eine bestimmte charakteristische Verteilung von Wolken und Kontinenten (und damit zugleich auch der Meere) auf", so Palle. Während der Himmel über einigen, feuchten, Regionen, etwa der Amazonas-Regenwald ständig bewölkt sind, ist der Himmel über Wüsten nur selten Wolkenverhangen. Diese heutige Wolkenverteilung war jedoch nicht zu allen Zeiten dieselbe, wie wir sie heute sehen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die Forscher analysierten nun das Land-Wolkenverhältnis für die vergangenen 90, 230, 340 und 500 Millionen Jahre um so die Veränderungen des sogenannten Albedo-Wertes, also dem Rückstrahlvermögen von diffus reflektierenden, also nicht selbst leuchtenden Oberflächen, zu ermitteln. Von diesen Ergebnissen erhoffen sich die Forscher Rückschlüsse darauf, was unterhalb von Wolkendecken ferner Exoplaneten vor sich geht.

Die der Studie zugrunde liegenden Modelle basieren auf den Daten von 23 Jahren Beobachtung der Wolkenverteilung über den unterschiedlichen Landformen der Erde, durch das "International Satellite Cloud Climatology Project", auf Modellen des Paläogeologen Ron Blakely über die Verteilung der Landmassen zu vier verschiedenen Erdepochen sowie auf der Annahme, dass sich die Wolkenverteilung in Beziehung zu den Landformen sich auch vor 500 Millionen Jahren ähnlich verhielt wie sie dies heute noch tut.

Die im Vergleich zu heute unterschiedliche Verteilung von Land- und Wassermassen vor rund 85 Millionen Jahren wirkte sich auch die Wolkenverteilung in der Atmosphäre aus. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright/Quelle: R.Blakely/NASA

Ein Blick noch weiter als 500 Millionen Jahre in die Vergangenheit zurück war den Forschern jedoch nicht möglich, da sich Temperaturen und die Zusammensetzung der Erdatmosphäre vor dieser Zeit noch zu sehr von der heutigen unterschieden.

Das Ergebnis zeigt, dass während des untersuchten Zeitraums die täglichen Variationen gering waren und entsprechend minimale Veränderungen nur schwer aus der Ferne auszumachen wären. Vor 500 Millionen Jahren gab es jedoch große Veränderungen des tagtäglich von unserem Planeten reflektierten Lichts. "Damals", so die Forscher, "waren die Veränderungen noch vier Mal größer als in späteren Epochen.

Diesen Umstand erklären sich die Forscher auf zwei mögliche Arten: Zum einen lagen die Landmassen damals noch deutlich dichter zusammen, wodurch die Ozeane dazwischen entsprechend ausgedehnter waren, was sich wiederum zu einer gänzlich anderen Wolkenverteilung auswirkte. Zum anderen bestanden die damaligen Landmassen etwa zur Hälfte aus Wüsten, ohne jegliches Leben.

"Nachdem dann jedoch mehr und mehr Pflanzen die Landmassen eroberten, veränderte sich auch die Wolkenverteilung." Da Wüsten aufgrund des geringen Wasserdampfs in der Luft nur wenige Wolken produzieren, veränderte die Eroberung des Landes durch das Leben auch die Wolkenverteilung. "Von nun an wäre es sehr viel schwieriger geworden, die Erde aus der Ferne zu untersuchen. Die Erde hat sich sozusagen gegenüber einem fernen Beobachter selbst getarnt", so Palle.

Umgekehrt könne aber aus einer nur wenig schwankenden Lichtkurve eines Planeten zumindest auf die Möglichkeit von Vegetation auf dessen Oberfläche geschlossen werden. Allerdings müssten Astronomen noch weitere Faktoren einbeziehen, bevor tatsächlich von einem Nachweis von Leben auf Leben auf einem Planeten gesprochen werden könne.

Erst mit zukünftigen Generationen von Weltraumteleskopen, so Palle, könnten auf fernen Planeten Land- von Wassermassen unterschieden und damit Kontinente auf Exoplaneten erkannt werden. Nach der Streichung des Weltraumteleskop "Terrestrial Planet Finder" (TFP), mit dem diese Aufgabe bereits gelöst hätte werden können, stehe derzeit und mittelfristig jedoch kein entsprechendes Instrument zur Verfügung. "Wir hoffen jedoch, dass das Konzept des TFP in naher Zukunft wieder aufgegriffen werden wird", zeigt sich auch die nicht an der Studie beteiligte Sara Seager vom Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Bislang können Astronomen allerdings schon einiges über die Zusammensetzung von Exoplaneten anhand von Veränderungen ihrer Helligkeit aussagen. So sollten beispielsweise atmosphärenlose Gesteinsplaneten, Eisplaneten und Planeten mit einer permanenten Wolkendecke keine größeren Albedo-Varationen aufzeigen. "Verfügt ein Planet jedoch über eine Atmosphäre, die auch von Wolken durchsetzt ist, so sollten wir eine Veränderung der Lichtintensität beobachten können."

Eine über den Planeten unterschiedlich verteilte Wolkendecke könne dann auf Ozeane auf der Oberfläche hinweisen, wodurch sich auf dem Planeten dann möglicherweise auf Leben entwickelt haben könnte. Aus welchen Flüssigkeiten diese Meere dann bestehen, könne aus dem Abstand des Planeten von seinem Stern gefolgert werden. "Wenn es Wasserwolken gibt, dann gibt es auch Wasserozeane", so die Forscher. Jedes Wasser, das auf einen Planeten herabregnet, wird auf dessen Oberfläche auch Ozeane entstehen lassen."

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Künstliche Beleuchtung könnte Städte auf fernen Planeten verraten
2. November 2011
Ozeanglitzern soll Ozeane auf Exoplaneten verraten
8. September 2010
Sonnenlicht verrät große außerirdische Wasserflächen
6. Januar 2010
Ozeanglitzern könnte Wasserplaneten anzeigen
11. August 2008
Sonne glitzert auf neu entdecktem See auf Saturnmond Titan
19. Dezember 2009

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / astrobio.net / nasa.gov

Mittwoch, 16. März 2011

Japan: Sendai-Beben brachte Planet Erde zum Schwingen

Das Zentrum des Japan-Bebens | Copyright: USGS/NEIC

Bonn/ Deutschland - Abrupte Bruchvorgänge in der Erdkruste lösen nicht nur seismische Wellen aus, die dann an der Erdoberfläche als Erdbeben wahrgenommen werden. Starke Beben versetzen zusätzlich auch den gesamten Planeten in Schwingungen. Wie Beobachtungen des Geo-Observatoriums Odendorf des "Instituts für Geodäsie und Geoinformation" an der "Universität Bonn" zeigen, dass dies zuletzt auch beim Beben vor der japanischen Küste am 11. März 2011 passiert ist, dessen Stärke zuletzt auf 9,0 hochgestuft worden war.

- Bei der folgenden Meldung handelt es sich um eine Pressemeldung der Universität Bonn, uni-bonn.de

"Man nennt dieses Phänomen Eigenschwingungen oder Freie Schwingungen der Erde“, erklärt Professor Dr. Manfred Bonatz. Der emeritierte Professor hat das Geo-Observatorium in seinem Haus in Odendorf eingerichtet. In einem ständigen Hin und Her verändert der Erdkörper geringfügig seine Form. Es handelt sich um sehr komplexe Bewegungsvorgänge mit Perioden von etwa 2 Minuten bis zu etwa einer Stunde. Der Sachverhalt lässt sich in gewisser Weise veranschaulichen durch eine Glocke, die mit einem Hammer angeschlagen und zum Tönen gebracht wird.

Das Erdbeben wurde ausgelöst um 05:46:23,0 Weltzeit UTC (entsprechend 6 Uhr 46 Minuten 23 Sekunden hiesiger Zeit). Die erste seismische Welle erreichte das Observatorium in Odendorf um 05:58:51UTC, also mit 12 Minuten und 28 Sekunden Verzögerung. "Danach konnten wegen der großen Amplituden der einlaufenden seismischen Wellen während mehrerer Stunden keine auswertbaren Signale mehr gewonnen werden", berichtet Professor Bonatz. Die Signale der Eigenschwingungen wurden erst sichtbar, als die Energie der die Erde permanent umlaufenden und durchlaufenden seismischen Wellen allmählich abgenommen hatte.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Die erste seismische Welle erreichte das Observatorium um 05:58:51UTC. Danach konnten jedoch wegen der großen Amplituden der einlaufenden seismischen Wellen während mehrerer Stunden keine auswertbaren Signale gewonnen werden, siehe Abb.1 (halbtägiger Registrierabschnitt, die langzeitigen Änderungen des Signalverlaufs haben keinen Bezug zu dem Erdbeben). So traten die Signale der Eigenschwingungen erst dann allmählich hervor, als die Energie der die Erde permanent umlaufenden und durchlaufenden seismischen Wellen allmählich abgenommen hatte. | Copyright: Bonatz / Geo-Observatorium der Uni Bonn

Abb. 2 zeigt exemplarisch den beobachteten zeitlichen Verlauf der Eigenschwingungen des Erdkörpers während eines Zeitraums von zwei Stunden, an einigen Stellen überlagert durch Sekundärphänomene. Die mittlere Schwingungsperiode beträgt etwa 6,5 Minuten. Die zugeordneten vertikalen Bodenbewegungen lagen zu Beginn der Beobachtung bei einigen Zehntel-Millimetern. Etwa 50 Stunden nach dem Erdbebenbeginn waren die Ausschläge in den Bereich der Detektionsschwelle abgeklungen. | Copyright: Bonatz / Geo-Observatorium der Uni Bonn

Die mittlere Schwingungsperiode betrug etwa 6,5 Minuten, maßen die Wissenschaftler. Die vertikalen Bodenbewegungen lagen zu Beginn der Beobachtung bei einigen Zehntel-Millimetern. Etwa 50 Stunden nach dem Beginn des Erdbebens waren die Ausschläge soweit abgeklungen, dass sie nicht mehr detektiert werden konnten. "Natürlich geht von den Eigenschwingungen des Erdkörpers keine Gefahr aus, dafür sind die Bodenbewegungen zu gering", sagt Professor Bonatz. Die Vorgänge seien jedoch wissenschaftlich von großer Bedeutung, da sie wesentliche Informationen über physikalische Eigenschaften des Erdkörpers enthalten.

Das Geo-Observatorium in Odendorf ist eine Außenstelle des Instituts für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn. Es dient der Erfassung tektonischer Effekte und der zeitlichen Veränderungen der Schwere der Erde. Dabei arbeitet das Observatorium mit anderen wissenschaftlichen Institutionen zusammen.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Japan: Sendai-Beben hat Erdachse verschoben
13. März 2011
Bestätigt: Chile-Erdbeben ließ Erdentage länger werden
12. April 2010
Chile-Erdbeben könnte die Erdachse verschoben haben
3. März 2010

Quellen: uni-bonn.de / grenzwissenschaft-aktuell.de

Sonntag, 13. März 2011

Japan: Sendai-Beben hat Erdachse verschoben

Satellitenaufnahme der Küste vor Sendai im nordöstlichen Japan vor (links) und nach (rechts) dem Beben (rechts) | Copyright/Quelle: NASA

Washington/ USA - Das gewaltige Erdbeben, das am 11. März 2011 Japan mit einer Stärke von 8,9 auf der Richterskala heimgesucht, einen nicht minder zerstörerischen Tsunami ausgelöst und das Land in ein atomares Desaster gestürzt hat, hat auch globale Auswirkungen und das im buchstäblichen Sinn: Laut Geologen hat das Beben auch die Erdachse verschoben.

Wie Kenneth Hudnut von der US-amerikanischen Geologiebehörde "USGS" gegenüber dem US-Nachrichtensender CNN erläutert, zeigen GPS-Messungen, dass das Beben zunächst die japanische Hauptinsel um 2,4 Meter verrückt und auch die Erdrotationsachse um etwa 10 Zentimeter verschoben hat.

Die Wissenschaftler sprechen von der gewaltigsten Landbewegung seit mehren Jahrzehnten, bestätigte auch das italienische Institut für Geophysik und Vulkanforschung "Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia" (INGV).

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Schon das Erbeben von Chile vom 27. Februar 2010 mit einer Stärke von 8,8 hatte damals die Erdachse verschoben. Anhand von GPS-gestützten Vermessungsstationen in der von dem Beben besonders betroffenen Stadt Concepción, die sich um drei Meter in westlicher Richtung und um 0,65 Meter in südlicher Richtung verschoben hatte, schlossen die Wissenschaftler um Dr. Johannes Böhm vom "Institut für Geodäsie und Geophysik" an der "Technischen Universität" (TU) Wien, dass die gesamte südamerikanische Platte nicht nur nach Westen gewandert ist, sondern auch "auseinandergezogen" wurde.

Erste Ergebnisse zeigten damals, "dass die Drehgeschwindigkeit der Erde geringfügig langsamer geworden war und die Tage um 0,3 Mikrosekunden länger wurden. "Die Polbewegung wird in den kommenden Monaten um ca. 2,6 Millibogensekunden, das entspricht 7 cm an der Erdoberfläche, anders verlaufen, als ohne Einwirkung des Erdbebens in Chile", bestätigte damals auch Prof. Harald Schuh, Vorstand des Instituts (...wir berichteten).

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Bestätigt: Chile-Erdbeben ließ Erdentage länger werden
12. April 2010
Chile-Erdbeben könnte die Erdachse verschoben haben
3. März 2010

Quellen: grnezwissenschaft-aktuell.de / edition.cnn.com / ingv.it

Dienstag, 15. Februar 2011

Ägyptische Archäologen fordern Rücktritt und Anklage von Zahi Hawass

Dr. Zahi Hawass | Copyright: Wikipedia-User Archeologo/cc-by-sa

Kairo/ Ägypten - Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak richten sich dir Forderungen des Volkes nun auch gegen weitere Persönlichkeiten des ehemaligen Regimes. Davon nicht ausgeschlossen ist auch der Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung (SCA), Dr. Zahi Hawass.

Wie "almahrusa.blogspot.com" berichtet haben 200 ägyptische Archäologen vor dem Hauptgebäude der SCA demonstriert und dem Militär eine Liste von Forderungen übergeben. Neben Forderungen nach höherem Lohn nennt die Liste den Rücktritt und Anklage Hawass' wegen Korruption und der Verantwortung für die Diebstähle von 18 historischen Kunstschätzen aus dem Ägyptischen Museum.

Wie die "Associated Press" berichtet, erklärten zahlreiche professionelle Archäologen und Studenten, dass die von dem langjährigen egozentrischen Gebaren Hawass genug hätten. Tatsächlich geht Hawass auch in der internationalen Archäologie der Ruf eines ägyptologischen Pharaos voraus, der keine Meinung neben der eigenen über das Alte Ägypten zulasse und Kritiker durch Verweigerung von Forschungsgenehmigungen in Ägypten mundtot macht.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Bis zuletzt hatte sich Hawass hinter das Mubarak-System gestellt und sogar die Schäden und Verluste am und im Ägyptischen Museum verharmlost. Erst am vergangenen Sonntag hatte Hawass dann eingestanden, dass doch 18 unbezahlbare Artefakte gestohlen worden seien - darunter auch zwei goldverzierte Statuen des Tutanchamun, die jedoch mittlerweile wieder aufgetaucht sein sollen. Das Verschweigen dieser Umstände, wird ihm nun zumindest von seinen Gegnern als Hilfestellung des fallenden Mubarak-Regimes ausgelegt.

Trotz aller Forderungen gegen seine Person, hat Dr. Hawass für den morgigen Mittwoch ins Ägyptischen Museum zu einer Pressekonferenz geladen, auf der er die Ergebnisse einer DNA-Analyse von Tutanchamun bekannt geben will. Beobachter vermuten, dass Hawass seine bisherige Allmachtstellung in der ägyptischen Archäologie dazu nutzen will, um sich als unersetzbar darzustellen und so Position und Amt zu retten.

Unterdessen berichtet der "Christian Science Monitor" allerdings, dass Hawass sein SCA-Büro in Kairo bereits geräumt habe...

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA

Offizielles Schreiben: Zahi Hawass fordert Rückgabe der Nofretete

25. Januar 2011
Zahi Hawass bestätigt Höhlensystem unter Gizeh - verneint jedoch besondere Bedeutung
7. Dezember 2009
DNA-Analyse: Forscher identifizieren Eltern Tutanchamuns
17. Februar 2010
Zahi Hawass dementiert heftig: "Tutanchamun war nicht schwarz!"
29. September 2007

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dailygrail.com / almahrusa.blogspot.com / csmonitor.com / ap.org

Donnerstag, 2. September 2010

Biologen weisen modifizierte Gene in Wildpflanzen nach

Gelbblühender Raps | Copyright: FrankLaumen.de

Pittsburgh/ USA - Während der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) Hand in Hand mit der BASF-Gen-Industrie im Mecklenburg-vorpommerschen Bütow die erste Ernte genetisch veränderter Amflora-Kartoffeln feiert, vermelden US-Forscher eine Besorgnis erregende Entdeckung: In wilden Rapspflanzen haben sie Gene nachgewiesen, die eigentlich aus genetisch verändertem Raps stammen. Erneut zeigt sich, wie unsicher und unaufhaltsam die Risiken der Gen-Landwirtschaft sind.

Damit bestätigen die US-Forscher die Befürchtungen nicht nur deutscher Gentechnikgegner wie Claudia Schulz, agrarpolitische Sprecherin der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, die anmahnen, dass Anbauflächen wie in Bütow das Risiko der unkontrollierten Ausbreitung genetisch veränderten Erbguts in Pflanzen erhöht. Brüderle hingegen verteidigt erwartungsgemäß den zuvor von der EU-Kommission und sodann von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) genehmigten Anbau von Amflora. "Biotechnologie leistet einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands", so der Minister. "Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne nur bestehen, wenn man den Mut habe, neue Wege zu gehen. Es müssten aber eine sinnvolle Abwägung zwischen Chancen und Risiken vorgenommen und die Ängste der Gegner ernst genommen werden."

Vielsagend: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hilft tatkräftig bei der Ernte der BASF-Kartoffel Amflora | Copyright: Doerte Hagenguth/Greenpeace

Wissenschaftler um Cynthia Sagers und Meredith Schafer von der "University of Arkansas" hatten zuvor auf dem Treffen der "Ecological Society of America" in Pittsburgh die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vorgestellt, anhand derer sie in Populationen von Wildpflanzen Gene von genetisch modifiziertem Raps nachweisen konnten.

Weltweit könne sich Raps mit mehr als 40 unterschiedlichen Pflanzen vermischen. Hieraus ergeben sich somit wichtige Fragestellungen über den Umgang bzw. die Kontrolle der durch die genetische Manipulation gegen Herbizide resistent gemachten Pflanzen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

"Wir kennen schlicht und einfach die möglichen Konsequenzen noch nicht, die eine Verbreitung dieser Gene auf andere Pflanzen und deren Umwelt haben können", so Schafer. "Wir wissen nicht, wie sich diese Pflanzen auswirken werden."

Rund 83 Prozent der untersuchten wilden Rapspflanzen wiesen bereits transgenetisches Material aus genetisch verändertem Raps auf - eine Vermischung, zu der es in freier Natur gekommen sein musste. "Schon jetzt gehen wir davon aus, dass sich diese Rapsform natürlich und somit unkontrollierbar verbreitet hat", erläutert Schafer. "Normalerweise waren diese Pflanzen aber gar nicht dazu bestimmt, sich in freier Wildbahn gegen andere Pflanzen durchzusetzen."

Besorgt verweisen die Forscher auf den Umstand, dass nahezu alle Kulturpflanzen, die genetisch verändert werden, auch wildwachsende verwandte Sorten haben, die wir allgemein als Wildkräuter und Unkraut kennen, mit welchen sich die Kultursorten jedoch durch natürlich Befruchtung vermischen und somit neue Variationen hervorbringen können.

"Bei der Ernte in Büstow hat BASF nichts zu feiern. Die Pflanzen leiden an starkem Viren- und Pilzbefall. Die breite Mehrheit der Bevölkerung ist weiterhin gegen Agro-Gentechnik und BASF versucht sich mit Industriekartoffeln in den Markt einzuschleichen, weil kaum jemand Genkartoffeln auf dem Teller haben will. Sogar die Industriekartoffel Amflora wird von fast allen Abnehmern in Deutschland abgelehnt. Dass die Kartoffeln nicht vernichtet, sondern als Pflanzkartoffeln verwendet werden sollen, ist ein Unding und ein Versagen der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner", erklärt Grünen-Sprecherin Claudia Schulz.

Die Genkartoffeln, die als Saat für das kommende Jahr dienen sollen, seien somit alles andere als gesundes Saatgut. Auch in Büstow, dem bislang bundesweit einzigen Ort, an welchem Gen-Kartoffeln angebaut werden, sei außerdem nicht davon auszugehen, dass alle Amfloraknollen aus der Erde geholt werden können. "Der Acker wird auf Jahre von Amflora durchzogen bleiben und kann somit nicht für die herkömmliche Kartoffelnproduktion genutzt werden. Auch ist ein Austrag auf andere Flächen beispielsweise durch Wild wahrscheinlich", so Schulz.

Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin von Greenpeace, hat die BASF-Ernteveranstaltung mit anderen Protestierenden begleitet und stellt fest: "Die BASF zeigt mit dieser Ernteaktion, wie stark ihr Einfluss auf die Politik ist. (...) Erst haben Union und FDP die Gen-Kartoffel Amflora als erste Pflanze namentlich in einem Koalitionsvertrag erwähnt und nun erscheint ausgerechnet FDP-Wirtschaftsminister Brüderle zu einem Medientermin, um seine Unterstützung für eine gesellschaftlich unerwünschte und überflüssige Gen-Pflanze zu signalisieren." Laut Greenpeace sind mehr als drei Viertel der Bundesbürger für ein Verbot der genmanipulierten Industriekartoffel.

- HIER finden Sie eine Anbaukarte zu Ackerflächen in Deutschland, auf denen genetisch veränderte Pflanzen (Mais und Kartoffeln) angebaut werden

+ + + WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA + + +

Illegaler Gen-Mais in Deutschland ausgesäht

8. Juni 2010
Genmais bleibt in Deutschland verboten - Verwaltungsgericht lehnt Eilantrag von Monsanto ab
6. Mai 2009
Die Natur schlägt zurück: Monsanto-Gen-Felder werden von Superunkraut heimgesucht
27. April 2010
Studie: Gen-Mais reduziert Fruchtbarkeit von Mäusen
12. November 2008

Konferenz über Biosicherheit: Wer zahlt für Schäden durch Gentechnik?
15. Mai 2008

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigt Freisetzung von Gen-Weizen
14. Mai 2008


Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / uark.edu / gruene-mv.de / greenpeace.de

Montag, 8. Februar 2010

TV-Hinweis 09.02.2010, ZDF: Die Jagd nach Osama bin Laden - Mythos und Wahrheit

Osama bin Laden | Copyright/Quelle: ZDF

Mainz/ Deutschland - Er ist der meistgesuchte Mann der Welt. Auf seinen Kopf ist eine Belohnung von 27 Millionen Dollar ausgesetzt. An seine Fersen haben sich die besten Eliteeinheiten der Welt geheftet. Es wurden Armeen mobilisiert, Informanten bestochen und Gefangene gefoltert. Über zehn Jahre dauert die Jagd nun schon und noch immer ist Osama bin Laden nicht gefasst. Eine ZDF-Dokumentation versucht nun einen Blick auf die Hintergründe der Jagd nach dem Al-Kaida-Führer.

Immer mehr Menschen vermuten hinter seiner Flucht mehr als bloßes Versagen seiner Verfolger. Ist ein freier Osama bin Laden nicht viel nützlicher als gefangen oder tot? Dient er doch so als Begründung für Amerikas Feldzüge gegen den Terror. Wollen ihn aus diesem Grund die Amerikaner vielleicht gar nicht erst fangen? Wie sonst lässt sich erklären, dass einer der bekanntesten Menschen überhaupt einfach verschwindet. Vielleicht ist Bin Laden schon seit Jahren tot und nur die CIA hält ihn mit gefälschten Video- und Audiobotschaften künstlich am Leben.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Der Film (Sendetermin: 9. Februar 2010, 23:15 Uhr im ZDF) von Michael Renz und Michael Rudin begibt sich auf die Spur der wichtigsten Theorien rund um die bisher vergebliche Jagd nach Bin Laden. Die Autoren sprachen mit namhaften Kritikern der offiziellen Version, interviewten Jäger und Gejagte. Zum ersten Mal im deutschen Fernsehen äußert sich ein Mitglied der geheimen Spezialeinheit "Delta Force", die sich bis auf wenige Meter an den Terrorchef herangekämpft hatte, bevor er verschwand. Ehemalige Weggefährten des Saudis erklären, wie er es offenbar immer wieder schafft, seinen Jägern zu entkommen.

Der Film bemüht sich darum, Fakten von Fiktion zu trennen, zeigt, was es mit den rätselhaften Audiobotschaften auf sich hat. Er hinterfragt auch, ob der Mann auf den Videos tatsächlich Osama bin Laden ist, der Amerika schon lange vor dem 11. September 2001 den Krieg erklärte.

- Einen kurzen Einblick in den Film bekommen Sie bereits mit dieser Kurzversion, wie sie bereits ZDF-Auslandsjournal zu sehen war

Bücher zum Thema:

- - -


Quellen: zdf.de / grenzwissenschaft-aktuell.de


Freitag, 15. Januar 2010

Tiere spürten Haiti-Erdbeben zwei Stunden vorab

Diese Karte verdeutlicht das Epizentrum des Erdbebens vom 12. Januar 2010 | Copyright: US Geological Survey

Port-au-Prince/ Haiti - Immer wieder berichten Bewohner von Katastrophengebieten davon, dass Tiere Stunden vor Vulkanausbrüchen, See- oder Erdbeben ein auffälliges und ungewohntes Verhalten aufzeigten. Auch beim verheerenden Beben auf Haiti vom vergangenen Dienstag bemerkten Anwohner rund zwei Stunden zuvor, dass mit Hähne und Hunden etwas nicht stimmte.

Zwei Stunden vor dem Beben, bei dem Tausende Menschen ihr Leben verloren und Behörden und Retter befürchten, dass die Zahl sogar in die Hunderttausende geht, hatte die kanadische Journalistin Chantal Guy auf ihrer Facebook-Seite berichtet, dass in Port-au-Prince alle Hähne verrückt spielten und zu jeder Tageszeit krähen würden. Kurze Zeit später fügte sie hinzu, dass auch "die Hunde heulen, dass es einem das Herz zerreißt", zitieren die Lübecker Nachrichten, die Journalistin. Zwei Stunden später bebte die Erde.

+ + +
Eine Liste mit Hilforganisatoionen für Spenden für die Haiti-Erdbebenhilfe finden Sie unter:

http://www.tagesschau.de/spendenkonten/spendenhaiti100.html

Schon kurz vor dem starken Erdeben im vergangenen Jahr in Südwestchina begannen Kröten plötzlich fluchtartig eine Brücke bei Taizhou in der Provinz Jiangsu zu überqueren. Zahlreiche Beobachter zeigten sich besorgt, jedoch reagierten die Behörden in keinster Weise. Auch Weihnachten 2004 flüchteten Elefanten auf Sri Lanka kurz vor dem Tsunami von den Küsten ins Landesinnere - nur wenige Menschen taten es ihnen gleich.

Bereits seit der Antike wurde derartiges Verhalten von Tieren immer wieder berichtet und überliefert. So zählte der griechische Naturforscher Plinius der Ältere, das unruhige Verhalten von Vögeln zu den vier Erdbeben-Vorzeichen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Helmut Tributsch, Professor für physikalische Chemie an der "Freien Universität Berlin", beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Phänomen und hat seine Erkenntnisse zum Thema im Buch "Wenn Schlangen erwachen" zusammengefasst. Auch der Titel bezieht sich auf die ein Ereignis in der Stadt Haicheng im Februar 1975. Damals erwachten die Schlangen der Gegend vorzeitig aus ihrem Winterschaf und flohen vor einem wenige Tage später einsetzenden Beben. Damals hatten Anwohner und Wissenschaftler das Verhalten der Schlangen richtig gedeutet, entsprechende Untersuchungen durchgeführt und daraufhin die Stadt rechtzeitig Räumen lassen, bevor sie von dem Beben zerstört wurde.

Basierend auf der Auswertung zahlreicher ähnlicher Beobachtungen kommen Forscher wie Tributsch zu dem Schluss, dass besonders Höhlenbewohner wie Schlangen, Nagetiere und Fledermäuse rund 20 Stunden zuvor Beben ab Stärken von über 6,5 ihr Verhalten drastisch ändern.

Was jedoch andere Tiere, wie etwa die südasiatischen Elefanten 2004 zur Flucht trieb, bleibt weiterhin ein Rätsel für die Wissenschaft. Eine von zahlreichen Theorien glaubt, dass durch die sich aufbauende Reibung und der Druck im Gestein elektrische Ströme entstehen, von denen bereits bekannt ist, dass sie das bekannte Wetterleuchten auslösen können. Das in kleinsten Ritzen im Fels sitzende Wasser könne dadurch zersetzt werden und als positiv geladene Aerosole bei den Tieren den Angstbotenstoff Serotonin auslösen. Eine andere Theorie erklärt das Fluchtverhalten der Dickhäuter mit deren Fähigkeit, über ihre Fußsohlen Infraschall wahrnehmen zu können. Auch andere exotische Wahrnehmungsorgane, wie etwa die Infrarotsensoren von Echsen und Insekten, das Erkennen des Erdmagnetfeldes bei Zugvögeln und die Fähigkeit der Gaswahrnehmung könnte die frühzeitigen Ahnungen der Tiere erklären helfen und den Wissenschaftlern als nützliches Frühwarnsystem dienen - wenn man nur aufmerksam beobachten und entsprechend reagieren würde.

Bücher zum Thema:

- - -

>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<
Kröten warnten vor China-Erdbeben

17. Mai 2008

Quellen: grenzwissesnschaft-aktuell.de / ln-online.de / wikipedia.de

Mittwoch, 8. April 2009

9/11: Studie findet Hinweise auf Sprengstoffe in Staub des World Trade Centers

Archiv: New York am 11. September 2001 | Copyright: Public Domain

Kopenhagen/ Dänemark - Ein internationales Team von Wissenschaftlern sorgt mit der Publikation einer Studie über Analysen von Asche- und Staubproben, die unmittelbar nach den Ereignissen vom 11. September 2001 im Umfeld des World Trade Centers (WTC) genommen wurden, für Aufsehen - widerspricht sie doch massiv bisherigen offiziellen Studien zum Einsturz der Zwillingstürme, wonach in den Trümmern keinerlei Hinweise auf Sprengstoffe gefunden wurden.

Laut der Studie des Teams um Niels H. Harrit von der Chemischen Fakultät der Universität von Kopenhagen und Dr. Steven E. Jones, das aus internationalen Chemikern, Physikern, Architekten und Ingenieuren besteht, wurden die Proben binnen weniger Tage nach den Einstürzen entnommen. Die Ergebnisse dieser Analyse haben die Forscher nun in der Fachzeitschrift "Open Chemical Physics Journal" veröffentlicht und kommen zu dem Ergebnis, dass die auf künstliche Sprengstoffe verweisenden Kleinstpartikel in sämtlichen untersuchten Proben vorhanden waren.

"Wir haben unverwechselbare rote und graue Blättchen in allen Staubproben gefunden, die durch die Zerstörung des WTC verursacht wurden (...) Eine Probe wurde von einem Anwohner von Manhattan nur etwa zehn Minuten nach dem Einsturz des zweiten WTC-Turms gesammelt, zwei weitere Proben stammen vom darauf folgenden Tag und eine vierte Probe wurde etwa eine Woche das den Ereignissen genommen. Die Eigenschaften dieser mikroskopischen Blättchen (Chips) wurden mittels optischer Mikroskopie, Rasterelektronenmikroskopen (SEM), energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDRS, für die Untersuchung der Elementzusammensetzung) und dynamischer Differenzkalorimetrie (DDK, einem Verfahren zur Messung von abgegebener/aufgenommener Wärmemenge einer Probe bei isothermer Arbeitsweise, Aufheizung oder Abkühlung) untersucht."

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Die Forscher behaupten, dass ihre Analyse aktives thermitisches Material, ein Gemisch aus Eisen(III)-oxid- und Aluminium-Pulver, in Form von so genanntem "nanostructured super-thermite" in den Proben belegen.

Thermit selbst wird zum aluminothermischen Schweißen, in der Pyrotechnik und von Abriss- und Sprengunternehmen verwendet und kann durch seine chemische Reaktion binnen kürzester Zeit extrem hohe Temperaturen auf kleinstem Raum konzentrieren, weswegen es auch unter die Beschränkungen der US-amerikanischen "International Traffic in Arms Regulations" (ITAR) Bestimmungen fallen, die den Export von rüstungsrelevanten Artikeln ins Ausland beschränken.

In einer Presseinformation werten die Autoren ihre Entdeckung als höchst relevant. Sie gehe weit über das hinaus, was bislang aufgezeigt werden konnte, so Jones. "Wir haben aufwendigste und modernste Mittel genutzt, um die Staubproben zu analysieren, da es sich hier nicht nur um einfache typische Sprengstoffe, sondern um extrem kompliziert hergestelltes Material handelt, dass in dieser Form nicht für jedermann zu beziehen ist."

Schon 2005 hatte Jones, der damals noch Physiker an der Brigham Young University (BYU) war und Gründungsmitglied der privaten und unabhängigen 9/11-Untersuchungsgruppe "Scholars for 9/11 Truth & Justice" - www. stj911.org - (engl.: Wissenschaftler für die Wahrheit zum 11. September) ist, eine Studie veröffentlicht, die Alternativen zur offiziellen Stellung der damaligen US-Regierung aufzeigte, nach der eine Kombination von strukturellem Versagen und dem Verbrennenden Fugzeugtreibstoff zum so genannten "pancake collapse" der Stockwerke der Zwillingstürme geführt haben soll. Laut Jones gibt es zahlreiche Indizien und Beweise für eine kontrollierte Sprengung der Türme.

Unter enormer Kritik durch die Medien und von zahlreichen Kollegen, wurde Jones von seiner Lehrtätigkeit an der BYU freigestellt und dazu gedrängt, seinen Artikel von der Internet-Seite der BYU zu löschen. Kritiker von Jones' Arbeiten und Darlegungen, wie etwas die für eine Studie des US-amerikanischen "National Institute of Standards and Technology", behauptet indes weiterhin, dass es in den WTC-Trümmern keinerlei Spuren von Sprengstoffen oder sonstigem explosivem material gegeben habe.

Diese und andere Studien mit ähnlichen Schlussfolgerungen werden durch die aktuelle Studie erheblich in Zweifel gezogen, die mit Sicherheit die Diskussion um die Ursachen der Katastrophe vom 11. September 2001 erneut entfachen wird.

Die vollständige Studie (im engl. Original) kann HIER kostenfrei heruntergeladen werden

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bentham-open.org / stj911.org

Freitag, 9. Januar 2009

Vatikanische Dämonologen: "Hinter der Finanzkrise steckt der Teufel"

Teuflische Finanzkrise (Illu.) | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Vatikan - In Interviews mit der katholischen Homepage "Pontifex.Roma.it" haben sich die bekanntesten vatikanischen Dämonenforscher, Pater Gabriele Amorth und Don Renzo Lavatori, zu den Hintergründen der weltweiten Finanzkrise geäußert. Die Theologen stimmen darin überein, dass die Krise das Werk des Teufels sei und ihre Auswirkungen Satan gefällig seien.

"Vom rein technischen Standpunkt aus hängt die traurige Wirtschaftslage von historischen Ereignissen und davon ab, dass Wirtschaftsanalytiker bei ihren Einschätzungen und Voraussagen Fehler gemacht haben. Doch all dieses Durcheinander wurde von Satan angezettelt", stimmt Lavatori im Interview mit seinem Kollegen Amorth zu.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Das Wort 'Teufel', so Lavatori - der an der päpstlichen Universität Urbaniana lehrt und für sein Buch "Antologia Diabolica" (Anthologie des Teufels) bekannt ist - weiter, bezeichne jemanden, der trennt. "Und was trennt uns mehr als die Wirtschaftskrise? Also ist die Krise nicht nur auf menschliche Fehler zurückzuführen, sie ist auch Tochter des Teufels, sie ist ihm höchst willkommen. Bestimmte Entscheidungen und Empfehlungen, die sich als falsch erwiesen haben, könnten also tatsächlich die Ausgeburt des Gehörnten sein, der sich wahnsinnig darüber freut, uns in Schwierigkeiten zu wissen."

Während Gott das Schöne und Gute verkörpere, stehe Satan für das Negative. Daher sei es "nur zu offensichtlich, dass eine Wirtschaftskrise, die Proteste, Entlassungen und oft Verzweiflung mit sich bringt und oft auch von der Religion wegführt, den Dämon freut."

Vom theologischen Standpunkt aus betrachtet, stelle Gott es den Menschen frei, zwischen Gut und Böse wählen – der so genannte freie Wille. "Theoretisch müssten sich vernünftige Menschen für das Gute entscheiden, doch sie tun das Gegenteil. Und hier erscheint Satan mit seinen Versuchungen und Verführungen und erteilt womöglich falsche Ratschläge."

Bücher zum Thema:


- - -

Quellen: pontifex.roma.it / grenzwissenschaft-aktuell.de / Danke für die Übersetzung: Tanja Pasini: x-cosmos.it/tanja.html

Dienstag, 18. November 2008

Expertenbericht: US-Chemikalien Hauptgrund für Golfkriegssyndrom

Archiv: US-Soldaten im Irak | Copyright: USFG/Public Domain

Washington/ USA - Die unter dem Begriff "Golfkriegssyndrom" zusammengefassten physischen und psychischen Erkrankungen von Veteranen des Zweiten Golfkrieges von 1990-91 haben ihren Ursprung hauptsächlich in Chemikalien, welche die alliierten Truppen eigentlich vor Nervengas schützen sollten. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung durch hochrangige Wissenschaftler und Experten, die gestern dem US-Staatssekretär für Veteranenangelegenheiten James Peake in Washington vorgelegt wurde.

Bereits zuvor hatte unter anderem Beatrice Alexandra Golomb von der University of California (UC) ihre Theorie dargelegt, wonach die Symptome des Golfkriegssyndroms (u. a. Gedächtnisschwund, Muskelschmerzen, Depressionen, Schlaflosigkeit und fortwährende Erschöpfung) nicht von - wie dies vorige Theorien vermuteten - als Reaktionen auf die von den US-Streitkräften eingesetzte Uranmunition oder Schadstoffe der brennenden Ölquellen ausgelöst wurden, sondern es sich um Nebenwirkungen der an die Soldaten verteilten Anti-Nervengas-Pillen und ausgebrachter Pestizide handelt (...wir berichteten).

Der aktuelle 465-Seiten starke Bericht der vom US-Kongress einberufenen Research Advisory Committee on Gulf War Veterans’ Illnesses (RAC-GWVI) stellt fest, dass es sich bei der Krankheit nicht um physische oder stressbedingte Folgen des Kampfeinsatzes handelt, da Golfkriegsveteranen im Vergleich zu den Veteranen anderer Kriege deutlich niedrigere Raten von posttraumatischem Stress aufzeigen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Der Bericht nennt statt dessen vor allem zwei Chemikalien als Auslöser des Syndroms: Pyridostigmine Bromide, die die Soldaten vor den Auswirkungen von Nervengas schützen sollten und die in vielen Fällen oft überdosiert eingesetzten Pestizide. Auch die durch die Zerstörung von Munitionslagern nage Khamisiyah durch US-Angriffe freigesetzten Stoffe, aber auch die Reststoffe der teilweise absichtlich von den Irakern in Brand gesetzten Ölfelder könnten ihr Übriges beigesteuert haben. Einer von vier der fast 700.000 US-Soldaten - sowie ebenfalls große Anzahlen britischer Einheiten - wurden diesen Chemikalien ausgesetzt.

Golfkriegs-Veteranen zeigten neben dem Golfkriegssyndrom auch deutlich höhere Raten von Amyotrophischer Lateralsklerose (ALS) als die Veteranen anderer Kriege und unter den Soldaten, die den Winden aus Richtung der zerstörten Munitionslager von Khamisiyah ausgesetzt waren, gibt es eine etwa doppelt so hohe Sterberate in Folge von Hirnkrebs.

Die Studie kritisiert die bisherigen offiziellen Studien und Untersuchungen des Golfkriegssyndroms als unzureichend und fordert Fördergelder von 60 Millionen Dollar jährlich für eine Überarbeitung dieser.

Den vollständigen Bericht können Sie HIER herunterladen

Bücher zum Thema:

- - -


>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<

Golfkriegssyndrom: Ist das US-Militär schuld?
, 14, März 2008

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / sph.bu.edu

Donnerstag, 2. Oktober 2008

US-Wahlkampf: Glaubenskontroverse um Sarah Palin

Sarah Palin | Copyright: Tricia Ward / GNU FDL

Los Angeles/ USA - Sie gilt als Trumpf von Senator John McCain im Kampf um das Weiße Haus in Washington - die republikanische Kandidatin um das Amt der US-Vizepräsidentin, Sarah Palin. Nicht zuletzt spielen im US-Wahlkampf auch die religiösen Überzeugungen der Anwärter eine wichtige Rolle. Genau für diese steht Palin jetzt auch in der Kritik. Ihre Gegner werfen ihr extreme kreationistische Glaubensansichten vor.

Wie die "Los Angeles Times" berichtet, behauptet Phillip Munger, der an der "University of Alaska" in Anchorage Musik lehrt und für seinen Palin-kritischen, liberal-politischen Blog "Progressive Alaska" bekannt ist, dass Sarah Palin als einstige Bürgermeisterin von Wasilla (1996-2002) ihm gegenüber die Ansicht vertreten habe, dass Menschen und Dinosaurier einst gemeinsam die erst vor 6000 Jahren erschaffene Erde bewohnt hätten. Als Beweis für diese Aussage, soll die Politikerin auf versteinerte Fußabdrücke verwiesen haben, die menschliche und Dinosaurierspuren in der gleichen Gesteinsschicht zeigten.

Beide Theorien, jene der erst 6000 Jahre jungen Erde und dem Nebeneinander von Mensch und Dinosauriern, sind grundlegende und populäre Thesen bibelgläubiger Kreationisten, welche die Evolutionstheorie grundlegend ablehnen und dafür plädieren, die biblische Schöpfungsgeschichte gleichwertig neben - oder sogar statt - der Evolutionstheorie an Schulen und Universitäten zu diskutieren und zu lehren.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Palin hatte sich während ihres Wahlkampfes um das Gouverneursamt für die Lehre des so genannten "Intelligent Design", eine abgemilderten Variante des Kreationsimus, welche die Evolution zwar anerkennt, jedoch auch hinter ihr das Wirken und den Plan eines intelligenten Gottwesens zu erkennen glaubt, eingesetzt. Später hatte sie diese Forderung jedoch nicht weiter verfolgt.

Palins politischer Sprecher, Bill McAllister, hat indes erklärt, er habe von seiner Chefin noch nie derartige Behauptungen über Dinosaurier, Menschen und das vermeintliche Alter der Erde gehört. Im Gegenteil - die Kandidatin bevorzuge es, Glaubensfragen nicht in der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Quellen: latimes.com / grenzwissenschaft-aktuell.de

Mittwoch, 4. Juni 2008

USA: Barack Obama gewinnt demokratische Präsidentschaftskandidatur

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama | Copyright: United States Congress

St. Paul/ USA – Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der demokratischen Partei in den USA ist entschieden. In den frühen Morgenstunden konnte Barack Obama die entscheidende Mehrheit von mehr als 2.118 Delegiertenstimmen für sich überzeugen.

Damit liegt er – laut CNN und MSNBC - uneinholbar vor seiner Konkurrentin Hillary Clinton, die bis zu Schluss gegen ihre Niederlage kämpft – obwohl sie bereits seit einigen Wochen keine mathematische Chance mehr hatte, die notwendige Menge an Delegiertenstimmen für sich zu gewinnen.

Gestern dann erste Anzeichen von Einsicht: Gegenüber Abgeordnete hatte Clinton durchblicken lassen, offen für eine Vizepräsidentschaft unter Obama zu sein. Vor Anhängern in New York City erklärte sie jedoch, in dieser Nacht keine Entscheidungen zu treffen, stellte sich weiterhin als die bessere Wahl für ihre Partei dar, berief sich auf ihre 18 Millionen Wähler und zeigte kein Anzeichen für ein Eingeständnis ihrer Niederlage.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Barack Hussein Obama, Jr. (46) wurde am 4. August 1961 in Honolulu auf Hawaii als Sohn von der US-Amerikanerin Stanley Ann Dunham (1942–1995) und des Kenianers Barack Obama Senior (1936–1982) vom Stamm der Luo, geboren. Er studierte Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften, unter anderem an der Harvard Law School. Hier wurde er als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der Fachzeitschrift Harvard Law Review gewählt. Später arbeitete er als Bürgerrechtsanwalt und lehrte Verfassungsrecht an der Fakultät für Rechtswissenschaft der University of Chicago. 2004 wurde er für Illinois in den US-Senat gewählt und ist damit der derzeit einzige und insgesamt fünfte afroamerikanische Senator in der US-Geschichte.

Am 10. Februar 2007 gab er in Springfield (Illinois) seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2008 bekannt. Für die demokratische Partei ist Obama der erste Afroamerikanische Kandidat im Wahlkampf um das Amt des Präsidenten der vereinigten Staaten. Am 4. November 2008 wird er gegen den republikanischen Kandidaten John McCain antreten. Da das Wahlsystem der Vereinigten Staaten mit seinem Mehrheitswahlrecht das bestehende Zweiparteiensystem begünstigt, gelten Kandidaten, die nicht für eine der beiden großen Parteien antreten, als wenig aussichtsreich.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cnn.com

Mittwoch, 28. Mai 2008

Gipfeltreffen: Staaten ringen um die Arktis

Karte der Arktis | Copyright: Public Domain

Illulissat/ Grönland - Auf Grönland treffen sich zurzeit Vertreter von fünf Arktis-Anrainerstaaten um über die Ansprüche auf die Öl- und Erdgasvorkommen und somit die Zukunft der Arktis zu diskutieren.

Neben Russland, dass vor einem Jahr mit einem U-Boot die russische Staatsflagge unter dem Nordpol abgesetzt hatte, interessieren sich nicht zuletzt seit dem zunehmenden Abschmelzen der Eisdecke auch Kanada, Norwegen, Dänemark und natürlich die USA für den nördlichste zirkumpolaren Erdgürtel, unter dem enorme Öl- und Gasvorkommen vermutet werden. Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass rund um den Nordpol bis zu einem Viertel aller noch unentdeckten Ölvorkommen lagern könnten. Auch neu entstehende Schifffahrtsrouten werden mehr und mehr zum finanziellen Interesse der Anrainerstaaten. Schweden, Finnland und Island blieben dem Treffen fern - der Vertrter der Inuit und anderer eskimoischer Volksgruppen sind lediglich für eine kurze Präsentation ihrer Anliegen geladen.

Da von dem Treffen wohl kaum Gesamtlösungen der Arktisfrage zu erwarten sind, erhoffen sich die dänischen Gastgeber zumindest einen "wilden Wettlauf zum Nordpol" verhindern zu können. "Wenn wir an die Bodenschätze dort unter dem Meeresgrund denken und an den derzeitigen Ölpreis, dann wissen wir, dass hier auch wirklich unglaublich viel Geld auf dem Spiel steht", erklärt der dänische Außenminister Per Stig Møller vor dem Treffen.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Fernziel der diplomatischen Treffen ist auch eine Lösung der Frage, wer jene Ressourcen ausbeuten darf, die sich im Boden des offenen Meeres befinden - also keinem Staatsgebiet der Anrainer angehören. "Ich bin ziemlich optimistisch, dass wir in Ilulissat eine gemeinsame Grundlage über die Verfahrensregeln bekommen werden", so Møller.

In der sogenannten Festlandsockelkommission peilen Kanadier, Dänen, Russen und Norweger eine UNO-Regelung an, wonach die Staaten die unterseeischen Gebiete auch jenseits die 200-Seemeilen-Zone ausbeuten dürfen. Erste Beschlüsse hierzu sind aufgrund von Verfahrensfehlern jedoch nicht vor frühestens 2014 zu erwarten.

Bücher zum Thema:

- - -


Internationale Bemühungen die jetzt diskutierten Gebietsansprüche, Nutzungsrechte und militärische Präsenz in der Arktis grundsätzlich völkerrechtlich zu verbieten, werden aufgrund der wirtschaftlichen Interessen der Anrainerstaaten jedoch kaum Chancen eingeräumt.

Immerhin haben sich die Gipfelteilnehmer schon im Vorfeld darauf geeinigt, eventuelle Streitfragen durch Verhandlungen zu lösen und dabei internationale Regeln einzuhalten. Ein Moratorium zur arktischen Ressourcenausbeutung, wie es Naturschutzorganisationen fordern, konnte sich Dänemark allerdings schon jetzt nicht durchsetzten.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA:

MYSTERIÖSE WOLKEN ÜBER DEN POLARKREISEN, 29. Juni 2008

Mittwoch, 21. Mai 2008

Grünen-Fraktionsvorsitzender Ströbele will 9/11 neu prüfen

Archiv: New York am 11. September 2001 | Copyright: Public Domain

Berlin/ Deutschland - Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Hans-Christian Ströbele, will die Hintergründe der Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center erneut prüfen: "Nach meiner Auffassung spricht vieles dafür, dass in den US-Sicherheitsdiensten viel mehr bekannt war, als bisher zugegeben wird", räumt Ströbele ein - sogar "Verwicklungen solcher Stellen" halte er für "möglich".

Am 13. Mai 2008 stellte ein Bürger auf der Seite auf der Seite dem Politikportal AbgeordnetenWatch.de folgende Anfrage: "Sehr geehrter Herr Ströbele, seit einiger Zeit befasse ich mich sehr gründlich mit den Vorgängen vom 11. September 2001. Ich bin selbständig, Dipl.-Ing. für Schiffselektronik, bringe über 50 Jahre Lebenserfahrung mit, und arbeite an Softwareprojekten. Will sagen: ich muss bei klarem Verstande sein um täglich bestehen zu können. Meine gründlichen Recherchen ergaben, dass wir völlig falsch über die oben erwähnten Ereignisse informiert werden und wurden - da werden Fakten einfach ignoriert und Theorien verbreitet, die sich nicht mit den Gesetzen der Physik in Einklang bringen lassen. Alle diejenigen, die diesen Unsinn lautstark anzweifeln, werden als 'Verschwörungstheoretiker' kalt gestellt. (...) Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es im Bundestag keinen einzigen Menschen geben soll, der diese Geschehnisse nicht ebenso kritisch zu betrachten in der Lage ist wie zum Beispiel der mutige italienische Parlamentsabgeordnete Giulieto Chiesa. Wie bewerten Sie die Situation?"

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

In seiner Antwort erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, dass er sich schon vor Jahren mit den Unstimmigkeiten rund um die Ereignisse vom 9.11. 2001 in den USA befasst habe: "Da bleibt vieles im Dunkeln und Widersprüche sind unaufgelöst. Das liegt vor allem an der restriktiven Informationspolitik der US-Administration. Nach meiner Auffassung spricht vieles dafür, daß in den US-Sicherheitsdiensten viel mehr bekannt war, als bisher zugegeben wird. Auch Verwicklungen solcher Stellen halte ich für möglich. Aber die Theorien, die die US-Administration und eine Klicke um den US-Präsidenten als die Planer, Hintermänner und Verantwortliche der Anschläge ansehen und bezeichnen, halte ich nicht für richtig. Dagegen spricht neben zahlreichen objektiven Befunden vor allem, daß führende Vertreter von El Quaida sich selbst immer wieder öffentlich und intern als Verantwortliche glaubhaft bekannt haben."

Nach dieser Antwort wollte es ein weitere Fragesteller genauer wissen und stellte ebenfalls über die Webseite folgende Anfrage: "Lieber Herr Hans-Christian-Ströbele, (...) In Ihrer Antwort schreiben Sie, dass Sie von Theorien über die mögliche Beteiligung der "Neocons" nichts hielten, immerhin habe sich 'Al Kaida' ja mittlerweile selbst mehrfach zur Planung und Durchführung der Anschläge auf das World Trade Center bekannt.

Meine Frage an Sie lautet: Halten Sie es nicht auch für 'denkbar', dass 'Al Kaida' in Wahrheit vielleicht nichts anderes sein könnte als die Schöpfung eines westlichen Geheimdienstes, der ein Interesse daran hat, einen (nach dem Politologen Carl Schmitt) definierten "Ausnahmezustand" aufrechtzuerhalten, der die Aufgabe hat, jegliche Ankündigungen und Durchführungen von Angriffskriegen vor dem eigenen Wahlvolk zu rechtfertigen? Und wer ist eigentlich dieser gewisse Osama Bin Laden? Vielleicht ein als Person instrumentalisiertes Phantom jener Geheimdienste und Militärs, die es seit sieben Jahren nicht schaffen, ihn zu fangen? Ein künstliches Pendant zu George Orwells 'Immanuel Goldstein' aus seinem Roman '1984'?

Was die deutsche Außenpolitik betrifft, habe ich persönlich das Gefühl, dass die Deutschen die von den USA geschaffene Geschichtsschreibung über den 11. September nicht untertänig und unhinterfragt in ihre eigene übernehmen sollten - vielmehr sollten sich gerade Grünen-Politiker ein Vorbild an japanischen Parlamentariern nehmen, die schon vor längerer Zeit eine Debatte darüber begonnen haben, inwieweit man den offiziellen Ausführungen der USA Glauben schenken darf. Die Debatte ist unter: www.exopolitik.org zu sehen."

In seiner Antwort räumte Ströbele dann eine Verbindung zwischen der CIA und Bin Laden ein: "(...) Richtig ist, dass El Qaida und übrigens auch Bin Ladin von den US-Diensten aufgebaut, mitfinanziert und unterstützt wurden, als sie im Kampf gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan willkommene Kampfgenossen waren und gebraucht wurden. Deshalb konnte und durfte El Quaida damals überall in der Welt Rekrutierungsbüros für Kämpfer unterhalten -und sogar bis Monate vor dem 11.9.2001 sogar auch in den USA.

Aber wie häufig in der US-Geschichte wurden aus Helfern Feinde und Ausgeburte der Hölle, als es nicht mehr gegen die Sowjetmacht ging, sondern sich der Kampf von El Qaida mehr und mehr gegen die "Ungläubigen" in der Welt und gegen die Führungsmacht des Westens richtete. Lange gehörten schließlich die USA auch zu den engsten Verbündeten von Saddam Hussein, den sie mit Waffen, Know How und Geld massiv während des Krieges gegen den Iran unterstüzten, auch in der Zeit als dieser skrupellos Giftgas gegen seine Gegner im In- und Ausland einsetzte. Erst als er nicht mehr US-Interessen zu Diensten war, wurde die Unterdrückung der irakischen Bevölkerung "entdeckt" und Saddam Hussein danach zum Inbegriff des Bösen.

Für möglich halte ich im Geheimdienstbereich vieles, fast alles. Aber Beweise dafür, daß El Quaida und Bin Ladin weiter an der Leine der US-Geheimdienste hängen und letztlich von diesen und der US-Administration - auch bei den Anschlägen vom 9.11. 2001 - geführt werden, kenne ich nicht."

Zugleich kündigte Ströbele an, sich in Sachen 9/11 auf den neuesten Stand bringen zu wollen. Die immer neuen Forschungen zu den Hintergründen der Anschläge sollten demnach "nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch geprüft werden". Leider, so Ströbele weiter, fehle es ihm aber auf Grund seiner parlamentarischen Verpflichtungen gerade an der nötigen Zeit dafür. "Für die Zeit der Sommerferien" habe er sich jedenfalls fest vorgenommen, "die neuesten Veröffentlichungen durchzusehen".

Auf der Seite "Exopolitik.org" kommentiert Robert Fleischer Ströbeles Antwort wie folgt: "Was Hans-Christian Ströbele hier zu einer Freizeitangelegenheit macht, ist im Grunde sein Job. Schließlich überwacht er nicht nur im Parlamentarischen Kontrollgremium die bundesdeutschen Geheimdienste, sondern sitzt seit April 2006 auch im Untersuchungsausschuss, wo er unter anderem der Frage nachgeht, was es mit den "CIA-Flügen über und -Gefängnissen auf deutschem Boden" auf sich hat - beides ist unmittelbar mit dem 11. September verbunden (...)"
Das gesamte Kommentar von Robert Fleischer finden Sie HIER

Quellen: abgeordnetenwatch.de / exopolitik.org / grenzwissenschaft-aktuell.de
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE